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6 – Dienende Führung und prinzipienbasierte Selbstorganisation vor regelbasierter Hierarchie

Diejenigen unterstützen, die die eigentliche Arbeit machen. Einen auf Prinzipien basierenden Entfaltungsraum bieten.

Dienende Führung zeichnet sich durch aktives Zuhören, Empathie, Verantwortungsbewusstsein, aktive Förderung des Wachstums anderer, Gemeinschaftssinn und Überzeugungskraft aus.

Dienende Führung braucht keine Regeln, sondern orientiert sich an Prinzipien, schafft so ein positives Umfeld und unterstützt Teams.

Dienende Führung ermächtigt Mitarbeiter, stärkt Kompetenz, hört auf Kompetenz, sorgt für Fehlerkultur und kontinuierliches Lernen.

Dienende Führung orientiert sich vor allem an solchen Prinzipien, die Bottom Up aus Selbstorganisation erwachsen.
Dienende Führung leitet und lenkt top down, wenn Bottom Up nicht effizient erscheint, gibt prinzipiell aber Bottom Up den Vorzug.

Dienende Führung bedeutet: Ein Umfeld zu schaffen, indem die Arbeit unter den besten Bedingungen geleistet werden kann und somit die Qualität der geleisteten Arbeit verbessert wird. Für eine Atmosphäre sorgen, die der Kreativität und dem Wachstum der Mitarbeiter dient. Regeln verengen den Raum zur Entfaltung, behindern somit Kreativität und gehören aussortiert. Prinzipien definieren den Raum der Entfaltung und geben damit Raum. Raum für Kreativität. Raum für kontinuierliches Lernen. Raum für Verbesserung.

Die Regenten der alten Zeit gaben vor, dem Volk zu dienen und endeten nicht selten in königlichem Chaos. Vielfach von Shakespeare beschrieben. Die Könige des Industriezeitalters haben das Dienen daher weggelassen und sich ganz auf Führung konzentriert. Ihre Instrumente der Führung: Macht, Regeln, Strafe bei Missachtung von Regeln.

Die Könige des Industriezeitalters dirigierten Heerscharen von Arbeitern zur Verrichtung von vorwiegend manuellen Tätigkeiten, die zwar Könnerschaft erforderten, jedoch keinen hohen Bildungsgrad.

Die Anforderungen im digitalen Zeitalter sind hochkomplex. Anstatt manueller Fertigkeit ist intellektuelle Könnerschaft gefordert. Damit sich diese Kompetenz optimal entwickelt, entfaltet und zum Einsatz kommt, ist dienende Führung fundamental notwendig.

Mitarbeiter von heute sind Wissensarbeiter mit einem sehr hohen Bildungsgrad. Wer sie nach klassischem Muster mit Regeln und Top Down regieren will, muss sich nicht wundern, wenn sie kündigen. Wissensarbeiter orientieren sich an Prinzipien, die sie in Selbstorganisation ständig verbessern.