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SAFe® now!

SAFe ist die Abkürzung für Scaled Agile Framework. SAFe wird seit 20 Jahren von der Scaled Agile Inc. in Boulder, Colorado, USA, entwickelt und ständig weiterentwickelt. SAFe wird gegenwärtig in einer extrem reifen V5.1 implementiert.

SAFe® ist eine Kombination aus den Prinzipien von Kaizen, Lean, Agile, DevOps und Extreme Programming (XP) und verbindet diese Prinzipien zu einem kohärenten, skalierbaren und konfigurierbaren Framework.

SAFe® bietet unterschiedliche Ausbaustufen zur Implementierung einer digitalen Transformation. Sie heißen (in der Reihenfolge ansteigenden Ausbaus) Essential SAFe®, Große Lösung SAFe®, Portfolio SAFe®, Full SAFe®.

Mit SAFe® wird die Umsetzung einer Portfolio-Vision durch eine Hierarchie von Teams ermöglicht.1

Epics werden in Features gesplittet und Features in Storys unterteilt. Die einzelnen Teams arbeiten an diesen Artefakten in Sprints und liefern Programm-Inkremente (PIs), organisiert in sogenannten Release Trains. Darüber hinaus kann der Portfolio-Backlog Liefermöglichkeiten nachverfolgen, die wiederum Werteströmen und zugehörige Budgets zugeordnet sind.

„Was Scrum für agile Teams ist, ist SAFe für das agile Unternehmen“, schreibt SAFe-Schöpfer und -Mastermind Dean Leffingwell.2

Die sinnvolle Skalierung vom sogenannten „Gedränge“ – das ist SAFe®

Was also ist Scrum?

 

Scrum bedeutet „Gedränge“ und ist ein Framework zur iterativen und inkrementellen Entwicklung digitaler Produkte in einem kleinen Team (idealerweise 5 – 10 Personen).

Eine Iteration ist eine zeitliche Einheit innerhalb eines Zyklus, wird Sprint genannt und dauert in der Regel 14 Tage oder einen Monat. Jeder Sprint ist eine Schleife mit einem Anfang und einem Ende und damit Wiederholungscharakter. Der Anfang wird immer mit einem Planungs-Meeting gemacht, indem das Ziel des Sprints, nämlich die Lieferung eines oder mehrerer Inkremente, geplant wird. Ein jeder Sprint endet mit zwei aufeinander folgenden Meetings. Das erste davon ist die sogenannte Review. Hier wird das fertiggestellte Inkrement den Stakeholdern präsentiert. Auf die Review folgt die Retrospektive, einem Meeting, wo nur das Team anwesend ist und seine Arbeitsmethoden reflektiert und etwa Vorschläge für Verbesserungen macht. Sonstige Arbeitstage der Teams beginnen mit einem 15-minütigen Daily Stand Up. Das Daily dient der Absprache und dem Beseitigen möglicher Hindernisse. Die Meetings werden Zeremonien genannt und sind essenziell in Scrum.

Ebenso zentral sind die drei Team-Rollen von Scrum: Product Owner, Scrum Master, Team.

Der Product Owner vertritt die Interessen aller am Projekt Beteiligten (Stakeholder) und ist für das Endprodukt verantwortlich. Er ermittelt die Produktanforderungen von den Stakeholdern, erstellt das Product Backlog (Anforderungen aufgeschlüsselt in User Stories), ist verantwortlich für den Return on Investment (ROI) und erstellt den Release-Plan.

Der Product Owner priorisiert das Product Backlog anhand von Business Value Points, um sicherzustellen, dass die wertvollsten Funktionen zuerst entwickelt werden. Hat der Product Owner das Backlog erstellt, präsentiert er es dem Team im Sprint Planning. Das Team (die Entwickler) wählt aus, was es glaubt, bis zum Ende des Sprints in ein sogenanntes Inkrement mit potenziell lieferbarer Funktionalität umwandeln zu können. Auf diese Weise wird das Sprint Backlog erstellt. Da das Team selbstorganisiert arbeitet, wird ihm die Entwicklung der ausgewählten Funktionen eigenverantwortlich überlassen.

Der Scrum Master ist (wie auch der Product Owner) nicht Teil des Teams. Er beseitigt Hindernisse für das Team und sorgt dafür, dass die Scrum-Regeln eingehalten werden. Der Scrum Master ist für den Scrum-Prozess verantwortlich.

Das Spannungsverhältnis zwischen dem, was das Unternehmen will, und dem, was das Team tun kann, macht Scrum zu einem sehr effektiven Instrument für die Produktion hoher Qualität. Hinzukommt: Die eingebaute Selbstorganisation bewirkt eine Autonomie, die für Wissensarbeiter hochattraktiv ist. Anders ausgedrückt: Je klüger der Kopf, umso weniger mag er sich vorschreiben lassen, was er wie zu tun oder zu lassen hat. Und Developer sind Wissensarbeiter auf hohem bis höchstem Level. Scrum lockt so prinzipiell die Besten.

Was bei Scrum außen vor bleibt: Die Koordination und Zusammenwirken mehrerer Scrum-Teams.

Dies ein großer Nachteil von Scrum.

SAFe© Business Results als Graphik

Warum also SAFe®?

Immer mehr Unternehmen profitieren von agilen oder hybriden Teams. Doch die Selbstorganisation agiler Teams gerät an Grenzen, wenn die Unternehmen wachsen und aus einem Team mehrere oder viele werden. Es ergibt sich die Notwendigkeit einer Skalierung von Agilität.

Für eine erfolgreiche Governance ist die Sichtbarkeit von Fortschritt zentral. Das einzige Framework, dass diese Funktionalität bis ins Portfolio implementiert, ist derzeit das Scaled Agile Inc. SAFe Framework. Mit SAFe® können autonome Teams über sogenannte Release Trains synchronisiert werden, koordiniert über Backlogs, Boards, Berichte und Metriken.

SAFe beseitigt den Nachteil mangelnder Koordination zwischen Scrum-Teams indem es Scrum-Rollen, sowohl als auch nicht-Scrum Teams und Rollen, iterative und inkrementelle Produktion integriert und durch weitere Funktionen und Rollen (wie etwa den Release Train und Release Train Engineer) ergänzt. SAFe skaliert die Scrum- oder hybride Methodik und ist damit zur „Agilisierung“ von Unternehmen geeignet. SAFe kann perfekt Wasserfall und Agilität verbinden.

SAFe® hilft kleinen und großen Unternehmen wie auch Konzernen, Produkte und Dienstleistungen in kürzester Zeit zu liefern. Es verschafft Unternehmen einen großen Wettbewerbsvorteil, indem es die Rollen, Verantwortlichkeiten und Aktivitäten in der Entwicklung nach Kompetenz, Effizienz und Produktivität ausrichtet.

Laut 15th Annual State of Agile Report3 ist das Scaled Agile Framework (SAFe® der am weitesten verbreitete Ansatz zur Skalierung von Agile, wobei rund 40 % der Befragten angibt, dass SAFe® die Methode ist, der sie am meisten folgen. Laut Report gaben 52 % der Befragten an, dass mehr als die Hälfte der Teams in ihren Organisationen agile Praktiken anwenden.4

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1, 2 – Quelle: https://www.scaledagileframework.com

3, 4 – Quelle: qa.com; “State of Agile Report: Headline summary”, 2022; https://www.qa.com/about-qa/our-thinking/the-15th-state-of-agile-report-our-take/